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Die Geschichte von Castello Monticelli

Der Name Monticelli hat eine historische Bedeutung. Er stammt aus dem Satz „... dal suo sito amenissimo che è un piccolo monticello in mezzo a vasta pianura" („…von seiner himmlischen Lage, die ein kleiner Hügel im Zentrum eines großen Tales ist“ – von Annibale Mariotti, Manuskript Nr. 1423, Kommunalbibliothek Augusta Perugia, 18. Jahrhundert).

Castello Monticelli liegt in der Tat auf der Spitze eines kleinen Hügels in der Mitte eines großen Tales. Von der großen Gartenterrasse Monticellis hat man eine fantastische Aussicht über viele Kilometer in alle Richtungen. Perugia, eine Stadt etruskischen Ursprungs und die Hauptstadt der Region Umbrien, ist von hier und den umliegenden Gärten deutlich sichtbar. Nicht weniger als 15 weitere kleinere Dörfer, Weiler und durch die italienische Regierung geschützte historische Gebäude sind in der Ferne sichtbar. Aus diesem Grund war Monticelli in der Vergangenheit eine ideale Festung und Teil eines Systems zum Schutze der Stadt Perugia.

Zwei der Türme Monticellis wurden vom Oströmischen Reich im Jahre 593 n.Chr. als Teil dieses militärischen Schutzsystems der Stadt Perugia gegen die Longobarden gebaut. Der „Byzantinische Korridor“ war ein schmaler Landstreifen, welcher Rom mit Ravenna, zwischen 570 und 774 n.Chr., verband. Seine Grenze verlief im Westen Perugias nur 40 Meter entfernt von den Türmen Monticellis.

Zwei der vier Türme Monticellis haben Mauern, die 1,5 Meter dick sind. Mauern sagen oft etwas über die Funktion und das Alter von Gebäuden aus. Der offizielle Name Monticellis für das Kulturministerium Italiens ist „Schloss oder antiker Kern von Monticelli“, daran erinnernd, dass es ursprünglich eine Festung war.

Weitere, wenn auch nicht immer sofort offensichtliche, Zeichen der Antike lassen sich in Monticelli finden. In den Jahre 1315 bis 1319 gaben Benediktiner ein Fresco in Auftrag, welches Costanzo, den ersten Bischof Perugias, zeigte und sich in der Kapelle Saint Paolo in Monticelli befindet. Costanzo, welcher heiliggesprochen wurde, soll sich mehrere Tage in Monticelli, während einer Verfolgung von Christen im Jahre 174 n.Chr., versteckt haben. Die Tatsache, dass die Benediktiner des Klosters San Pietro in Perugia den Maler Meo da Siena beauftragten, auch Costanzo darzustellen, deutet darauf hin, dass sie sich daran erinnerten, dass er sich schon fast 1150 Jahre zuvor in Monticelli versteckt hielt.

Im 11. Jahrhundert verwandelten die Mönche des Klosters Saint Pietro die Festung Monticellis in einen landwirtschaftlichen Hof des Klosters. Monticelli blieb danach noch für 500 Jahre ein Benediktinerkloster. Circa 1470 wurde Monticelli an eine Aristokratenfamilie verkauft, welche sich einen Palast errichteten, indem sie die 5 Meter zwischen den beiden benachbarten militärischen Türmen schlossen und Monticelli von nun an als Sommer- und Jagdresidenz nutzten.

Das älteste heute existierende Dokument, in dem Monticelli erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1115, als Papst Paschalis II (1099-1118) eine päpstliche Bulle verabschiedete, in welcher er erklärte, dass die Kapelle Monticellis dem wichtigen und mächtigen Benediktinerkloster Sankt Pietro in Perugia gehörte.

Im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 war Monticelli ein Gefängnis für österreichische Soldtaten. Im 2. Weltkrieg wurden hier, von Herbst 1942 bis zum 8. September 1943, erneut circa 110 jugoslawische Gefangene, überwiegend aus Slowenien und Montenegro, inhaftiert. Infolge der Zerstörung im Krieg, der jahrzehntelangen Vernachlässigung und des fortschreitenden Verfalls der Gebäude wurde Monticelli zu einem einfachen Bauernhof, auf dem etwa 150 Bauern und ihre Familien lebten. Es entstanden Lager für landwirtschaftliche Erzeugnisse, hauptsächlich Wein und Tabak, sowie Futtermittel für Schweine und Kühe. In den 1980er Jahren war von Monticelli dann nur noch eine verlassene Ruine übrig.

Die Funktion von Castello Monticelli änderte sich so im Laufe der Jahrhunderte 6 Mal: Es war ein militärischer Stützpunkt von 593 bis 774 n.Chr., ein Benediktinerkloster vom 11. Jahrhundert bis 1470, danach eine Sommer- und Jagdresidenz aristokratischer Familien bis zum 1. Weltkrieg, in dem es als Gefängnis diente, ebenso wie im 2. Weltkrieg, von 1945 bis 1980 ein Bauernhof, um letztendlich im Jahre 2005 bis heute ein Ferienresort zu werden. Die Türme Monticellis und die angrenzenden Gebäude sind bis heute Monumente von nationalem, historischem und künstlerischen Interesse und werden daher durch das italienische Kulturministerium geschützt.

Zusätzliche Informationen über die Geschichte von Monticelli (pdf)

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